Steeldarts

Steeldarts – Den richtigen Dart für Ihren Wurfstil finden

Steeldarts sind die klassische Variante des Dartsports und werden auf einem Dartboard aus Sisalfasern gespielt. Im Gegensatz zu Softdarts besitzen Steeldarts eine Metallspitze, die beim Wurf in das Sisal des Dartboards eindringt.

Doch welcher Steeldart ist der richtige? 21, 22, 23 oder 24 Gramm? 80, 90 oder 95 % Tungsten? Gerades oder torpedoförmiges Barrel? Viel oder wenig Grip?

Die Auswahl ist groß – und genau das ist einer der interessantesten Aspekte des Dartsports. Denn der perfekte Dart ist nicht für jeden Spieler gleich. Gewicht, Barrelform, Grip, Balance und Länge sollten zum persönlichen Wurfstil und zur eigenen Griffposition passen.

Bei Diplomatgames finden Sie eine große Auswahl an Steeldarts für Anfänger, Hobbyspieler, Ligaspieler und ambitionierte Turnierspieler.

Was sind Steeldarts?

Ein Steeldart besteht grundsätzlich aus vier Komponenten:

  • Steeldartspitze
  • Barrel
  • Schaft
  • Flight

Das Barrel bildet das Herzstück des Darts. Hier greifen Sie den Pfeil und bestimmen einen großen Teil des Wurfgefühls.

Vorne befindet sich eine Metallspitze, die beim Auftreffen in die Sisalfasern des Dartboards eindringt.

Am hinteren Ende befinden sich Schaft und Flight. Sie stabilisieren den Dart während des Flugs und beeinflussen unter anderem Flugbahn und Eintrittswinkel.

Steeldart oder Softdart – was ist der Unterschied?

Der offensichtlichste Unterschied liegt in der Spitze.

Steeldart Softdart
Metallspitze Kunststoffspitze
Sisal-Dartboard elektronisches Dartboard
häufig höhere Gewichte meist geringere Gewichte
klassisches Steeldart E-Dart / Softdart
Score selbst oder extern erfassen Board zählt automatisch

Beim Steeldart besitzt das Dartboard keine eigene elektronische Treffererkennung.

Die Punkte werden klassisch selbst berechnet oder mit einer Scoring-App beziehungsweise einem automatischen Scoring-System wie Scolia, Target Omni, Autodarts oder GRAN EYE erfasst.

Welches Gewicht sollte ein Steeldart haben?

Das Gewicht gehört zu den ersten Fragen beim Kauf eines neuen Steeldarts.

Besonders verbreitet sind Gewichte zwischen ungefähr:

21 und 24 Gramm

Sehr beliebt sind beispielsweise:

  • 21 g
  • 22 g
  • 23 g
  • 24 g

Darüber hinaus gibt es deutlich leichtere und schwerere Steeldarts.

Welches Gewicht am besten geeignet ist, hängt vollständig vom persönlichen Wurfstil ab.

Leichte oder schwere Steeldarts?

Beide Varianten haben ihre Berechtigung.

Leichtere Steeldarts

Leichtere Darts können sich schnell und direkt spielen.

Sie verlangen häufig etwas mehr aktive Beschleunigung und können Spielern entgegenkommen, die eine dynamische Wurfbewegung besitzen.

Schwerere Steeldarts

Schwerere Darts können sich ruhiger und satter in der Hand anfühlen.

Manche Spieler haben das Gefühl, mit einem etwas höheren Gewicht weniger Kraft in den Wurf legen zu müssen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass ein schwererer Dart automatisch stabiler oder einfacher zu spielen ist.

Entscheidend ist immer, welches Gewicht mit Ihrer natürlichen Wurfbewegung harmoniert.

Welches Steeldart Gewicht eignet sich für Anfänger?

Für Anfänger gibt es kein vorgeschriebenes Idealgewicht.

Ein sehr guter Ausgangspunkt liegt jedoch häufig bei ungefähr:

22 bis 24 Gramm

In diesem Bereich gibt es eine enorme Auswahl unterschiedlicher Barrels und viele Spieler empfinden diese Gewichte als angenehm kontrollierbar.

Wer unsicher ist, kann beispielsweise mit 23 Gramm beginnen und anschließend testen, ob ein etwas leichterer oder schwererer Dart angenehmer ist.

Wichtiger als ein Unterschied von einem Gramm können allerdings Barrelform, Grip und Balance sein.

Was bedeutet das Gewicht beim Steeldart?

Beim Kauf sollten Sie genau darauf achten, wie der jeweilige Hersteller das Dartgewicht angibt.

Je nach Produkt kann sich eine Gewichtsangabe auf das Barrel inklusive Spitze oder auf den komplett montierten Dart beziehen.

Flights und Schäfte erhöhen das tatsächliche Gesamtgewicht zusätzlich.

Deshalb sollten Gewichtsangaben verschiedener Produkte immer anhand der jeweiligen Herstellerbeschreibung verglichen werden.

Tungsten Steeldarts

Hochwertige Steeldarts werden überwiegend aus Tungsten-Legierungen hergestellt.

Tungsten ist die englische Bezeichnung für Wolfram und besitzt eine sehr hohe Dichte.

Das bietet beim Dart einen entscheidenden Vorteil:

Ein hohes Gewicht kann in einem relativ schlanken Barrel untergebracht werden.

Dadurch bleibt im Triple- und Double-Feld mehr Platz für weitere Darts.

Besonders bei engen Gruppierungen ist das ein großer Vorteil gegenüber deutlich dickeren Barrels.

Was bedeutet 80 %, 90 % oder 95 % Tungsten?

Bei Tungsten-Darts finden Sie häufig Angaben wie:

  • 80 % Tungsten
  • 90 % Tungsten
  • 95 % Tungsten
  • 97 % Tungsten

Diese Zahl beschreibt den Wolframanteil der verwendeten Legierung.

Je höher der Tungsten-Anteil ist, desto kompakter kann ein Barrel bei vergleichbarem Gewicht grundsätzlich konstruiert werden.

Ein höherer Wert bedeutet jedoch nicht automatisch einen besseren Dart.

Ein 90-%-Tungsten-Dart kann für Ihren Wurf deutlich besser funktionieren als ein Modell mit 95 oder 97 %.

Entscheidend sind vor allem:

  • Barrelform
  • Durchmesser
  • Länge
  • Grip
  • Balance
  • Griffposition

Der Tungsten-Anteil ist deshalb nur eines von mehreren Kaufkriterien.

Warum sind 90 % Tungsten so beliebt?

90-%-Tungsten bietet eine sehr gute Kombination aus:

  • schlanker Bauweise
  • hoher Materialqualität
  • Haltbarkeit
  • großer Modellauswahl
  • attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis

Deshalb bestehen sehr viele hochwertige Steeldarts für Hobby-, Liga- und Profispieler aus einer 90-%-Tungsten-Legierung.

Brass Steeldarts

Günstigere Einsteigerdarts werden häufig aus Messing beziehungsweise Brass hergestellt.

Messing besitzt eine deutlich geringere Dichte als Tungsten.

Deshalb muss ein Messing-Barrel bei gleichem Gewicht breiter sein.

Brass Darts bieten dennoch einen günstigen Einstieg in den Dartsport und können für erste Erfahrungen vollkommen ausreichend sein.

Wer später regelmäßig trainiert und engere Gruppierungen erzielt, wechselt häufig auf einen schlankeren Tungsten-Dart.

Die Barrelform

Die Form des Barrels beeinflusst maßgeblich, wie sich ein Dart in der Hand anfühlt.

Zu den häufigsten Varianten gehören:

Gerades Barrel

Das klassische gerade Barrel besitzt über einen großen Bereich einen ähnlichen Durchmesser.

Es bietet viel Platz für unterschiedliche Griffpositionen und ist deshalb besonders vielseitig.

Gerade Barrels gehören sowohl bei Hobbyspielern als auch bei Profis zu den beliebtesten Formen.

Torpedo-Barrel

Ein Torpedo-Barrel besitzt häufig einen ausgeprägteren Mittelbereich und wird zu den Enden hin schmaler.

Dadurch entsteht ein kompakteres Griffgefühl.

Diese Form kann Spielern entgegenkommen, die eine klar definierte Griffposition bevorzugen.

Bomb-Barrel

Bomb-Barrels sind meist relativ kurz und kompakt.

Der breitere Mittelbereich sorgt für ein sehr charakteristisches Griffgefühl.

Diese Form ist besonders interessant für Spieler, die kurze Barrels bevorzugen.

Frontlastige Barrels

Bei einem frontlastigen Dart befindet sich ein größerer Teil des Gewichts im vorderen Bereich.

Diese Bauweise kann gut zu Spielern passen, die ihren Dart weit vorne greifen.

Hecklastige Barrels

Bei hecklastigen Barrels verschiebt sich der Schwerpunkt stärker in Richtung Schaft.

Das kann für Spieler interessant sein, die weit hinten am Barrel greifen.

Welche Barrelform ist die beste?

Die beste Barrelform hängt hauptsächlich von Ihrer Griffposition ab.

Stellen Sie sich deshalb zunächst die Frage:

Wo halte ich meinen Dart?

Greifen Sie vorne, sollte dort eine geeignete Gripzone vorhanden sein.

Greifen Sie mittig, ist ein gerades oder zentral ausbalanciertes Barrel häufig ein guter Ausgangspunkt.

Greifen Sie weit hinten, sollte der hintere Barrelbereich ausreichend Platz und Grip bieten.

Ein optisch attraktiver Dart bringt wenig, wenn die Gripzonen nicht zu Ihrer natürlichen Fingerposition passen.

Länge des Barrels

Steeldart-Barrels unterscheiden sich deutlich in ihrer Länge.

Kurze Barrels fühlen sich kompakt an und eignen sich häufig für Spieler, die ihre Finger eng zusammenhalten.

Längere Barrels bieten dagegen mehr Fläche für verschiedene Griffpositionen.

Das kann besonders interessant sein, wenn:

  • mehrere Finger am Barrel liegen
  • weit hinten gegriffen wird
  • eine längere Führung bevorzugt wird

Die optimale Länge hängt deshalb stark von Handgröße und Grifftechnik ab.

Durchmesser des Barrels

Auch der Durchmesser beeinflusst das Spielgefühl.

Ein schlankes Barrel bietet mehr Platz im Triple-Feld und kann dadurch enge Gruppierungen erleichtern.

Das ist einer der Gründe für den hohen Tungsten-Anteil moderner Steeldarts.

Trotzdem sollte das Barrel nicht nur möglichst dünn sein.

Ein etwas dickerer Dart kann bei bestimmten Grifftechniken angenehmer in der Hand liegen.

Kontrolle ist wichtiger als der kleinstmögliche Durchmesser.

Der Grip

Als Grip bezeichnet man die Oberflächenstruktur des Barrels.

Durch unterschiedliche Fräsungen entsteht mehr oder weniger Halt zwischen Fingern und Dart.

Typische Griparten sind beispielsweise:

  • Ring Grip
  • Shark Grip
  • Knurled Grip
  • Axial Grip
  • Pixel-artige Gripstrukturen
  • Kombinationen verschiedener Griparten

Viele moderne Steeldarts besitzen mehrere Gripzonen mit unterschiedlichen Strukturen.

Welche Gripstärke ist die richtige?

Mehr Grip bedeutet nicht automatisch mehr Kontrolle.

Ein sehr aggressiver Grip kann zwar viel Halt bieten, aber gleichzeitig beim Release stärker an den Fingern hängen bleiben.

Wenig Grip

Bietet einen sehr freien Release und eignet sich für Spieler, die nur wenig Widerstand beim Loslassen bevorzugen.

Mittlerer Grip

Eine gute Mischung aus Kontrolle und sauberem Release und deshalb für viele Spieler ein guter Ausgangspunkt.

Starker Grip

Bietet eine deutlich fühlbare Struktur und viel Halt.

Das kann Spielern entgegenkommen, die den Dart sehr kontrolliert führen oder schnell rutschige Finger bekommen.

Welche Gripstärke optimal ist, lässt sich am besten durch Ausprobieren herausfinden.

Gripzonen helfen bei einem konstanten Griff

Ein guter Grip erfüllt nicht nur die Aufgabe, ein Abrutschen zu verhindern.

Unterschiedliche Fräsungen können gleichzeitig als Orientierung dienen.

Wenn Sie beispielsweise immer dieselbe Rille ertasten, können Sie Ihre Finger bei jedem Wurf an einer sehr ähnlichen Position platzieren.

Das hilft dabei, einen möglichst reproduzierbaren Griff zu entwickeln.

Balance und Schwerpunkt

Steeldarts können unterschiedlich ausbalanciert sein.

Grundsätzlich unterscheidet man:

  • frontlastig
  • mittig ausbalanciert
  • hecklastig

Ein mittig ausbalancierter gerader Barrel ist besonders vielseitig und deshalb für viele Spieler ein guter Ausgangspunkt.

Die ideale Balance hängt jedoch von der Griffposition und dem restlichen Setup ab.

Auch Schaft und Flight verändern den Schwerpunkt des komplett montierten Darts.

Steeldartspitzen

Die Metallspitze stellt die Verbindung zwischen Dart und Dartboard her.

Steeldartspitzen unterscheiden sich unter anderem in:

  • Länge
  • Durchmesser
  • Oberfläche
  • Grip
  • Beschichtung
  • Form

Eine glatte Spitze verhält sich im Board anders als eine Spitze mit zusätzlicher Struktur.

Auch die Länge kann Einfluss darauf haben, wie der Dart im Board steht und wie eng sich mehrere Darts gruppieren lassen.

Glatte oder griffige Steeldartspitzen?

Glatte Spitzen lassen sich normalerweise relativ einfach aus dem Dartboard ziehen.

Spitzen mit zusätzlicher Struktur können dagegen einen stärkeren Halt im Sisal erzeugen.

Das kann Bounce-outs beziehungsweise herausfallende Darts reduzieren.

Sehr aggressive Spitzen können das Sisal jedoch stärker beanspruchen.

Deshalb sollte nicht automatisch die griffigste verfügbare Spitze gewählt werden.

Ein guter Kompromiss aus Boardhalt und schonendem Herausziehen ist für viele Spieler sinnvoller.

Feste und wechselbare Steeldartspitzen

Klassische Steeldarts besitzen häufig eingepresste Metallspitzen.

Diese können mit einem geeigneten Repointing Tool aus dem Barrel gezogen und durch neue Spitzen ersetzt werden.

Daneben gibt es moderne Wechselspitzen-Systeme, bei denen die Spitze über ein spezielles Gewinde beziehungsweise eine entsprechende Konstruktion schnell ausgetauscht werden kann.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Target Swiss Point
  • Bull's CP Points
  • Harrows Quick Point
  • Shot Turbo Points
  • Winmau Switch Points
  • Caliburn EVO Points

Wichtig:

Diese Systeme sind untereinander nicht automatisch kompatibel.

Target Swiss Point

Target Swiss Point gehört zu den bekanntesten Wechselspitzen-Systemen.

Die Spitze wird über ein spezielles Gewinde direkt in ein dafür vorgesehenes Swiss-Point-Barrel geschraubt.

Mit dem passenden Werkzeug kann die Spitze innerhalb kurzer Zeit gewechselt werden.

Dadurch lassen sich beispielsweise unterschiedliche:

  • Spitzenlängen
  • Farben
  • Oberflächen
  • Gripvarianten

testen.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass eine beschädigte Spitze schnell ersetzt werden kann.

Andere Wechselspitzen-Systeme

Neben Swiss Point gibt es mittlerweile weitere Lösungen verschiedener Hersteller.

Dazu gehören unter anderem Bull's CP Points, Harrows Quick Point, Shot Turbo Points und Winmau Switch Points.

Dabei gilt:

Die jeweiligen Spitzen benötigen grundsätzlich das dafür vorgesehene System beziehungsweise Barrel.

Eine Swiss Point kann beispielsweise nicht einfach in einen Harrows Quick Point Dart geschraubt werden.

Die Kompatibilität sollte deshalb vor dem Kauf genau geprüft werden.

Caliburn EVO Points – eine Besonderheit

Das Caliburn EVO Point System unterscheidet sich von vielen anderen Wechselspitzen-Systemen.

Hier wird zunächst ein spezieller Adapter beziehungsweise Aufnahmebereich in ein klassisches Steeldart-Barrel eingepresst.

Dadurch kann ein ursprünglich für normale Pressfit-Spitzen entwickeltes Barrel auf das EVO-Wechselsystem umgerüstet werden.

Erst anschließend können die entsprechenden EVO Points eingesetzt beziehungsweise gewechselt werden.

Damit ist Caliburn EVO besonders interessant für Spieler, die ein vorhandenes klassisches Steeldart-Barrel mit einem Wechselspitzen-System nachrüsten möchten.

Welche Spitzenlänge sollte ich wählen?

Längere Spitzen schaffen mehr Abstand zwischen Barrel und Dartboard.

Das kann bei engen Gruppierungen von Vorteil sein.

Kurze Spitzen sorgen dagegen für ein kompakteres Setup.

Welche Länge optimal ist, hängt unter anderem ab von:

  • Wurfstil
  • Barrelform
  • Eintrittswinkel
  • Gruppierung
  • persönlichen Vorlieben

Wer ein Wechselspitzen-System besitzt, kann unterschiedliche Längen besonders einfach ausprobieren.

Schäfte und Flights

Nicht nur das Barrel beeinflusst das Verhalten eines Steeldarts.

Auch Schaft und Flight können das Flugverhalten deutlich verändern.

Mit unterschiedlichen Schaftlängen und Flightformen lässt sich das Setup fein abstimmen.

Typische Möglichkeiten sind:

  • kurze Schäfte
  • mittlere Schäfte
  • lange Schäfte
  • Standard Flights No.2
  • No.6 Flights
  • Slim Flights
  • Kite Flights
  • Molded Flight-Systeme

Bevor Sie einen neuen Barrel kaufen, kann es deshalb sinnvoll sein, zunächst unterschiedliche Flight- und Schaftkombinationen auszuprobieren.

Standard Flights für den Einstieg

Für viele Spieler sind Standard Flights No.2 ein guter Ausgangspunkt.

Ihre relativ große Oberfläche erzeugt viel Stabilität und sorgt für ein kontrolliertes Flugverhalten.

Mit zunehmender Erfahrung können kleinere Formen wie No.6, Slim oder andere Varianten getestet werden.

Es gibt jedoch auch hier keine universell beste Lösung.

Viele professionelle Spieler verwenden weiterhin klassische Standard Flights.

Steeldarts für Anfänger

Wer gerade mit Steeldart beginnt, sollte zunächst ein möglichst neutrales Setup wählen.

Ein guter Ausgangspunkt kann beispielsweise sein:

  • 22 bis 24 Gramm
  • gerades Barrel
  • 80 bis 90 % Tungsten
  • mittlerer Grip
  • mittige Balance
  • Standard Flight

Von diesem Setup aus können später einzelne Eigenschaften gezielt verändert werden.

Wichtig ist, nicht alles gleichzeitig auszutauschen.

Nur so lässt sich erkennen, welche Veränderung tatsächlich einen positiven Effekt hat.

Steeldarts für Ligaspieler

Mit zunehmender Erfahrung kennen Spieler ihre Vorlieben meist wesentlich genauer.

Dann können Details wie:

  • exaktes Gewicht
  • Barrel-Durchmesser
  • Gripzone
  • Spitzenlänge
  • Schaftlänge
  • Flightform
  • Balance

gezielt aufeinander abgestimmt werden.

Das Ziel ist ein Setup, das sich bei jedem Wurf möglichst identisch anfühlt.

Steeldarts für Profis

Auch im professionellen Dartsport gibt es kein einheitliches Setup.

Profis spielen sehr unterschiedliche:

  • Gewichte
  • Barrelformen
  • Gripstärken
  • Spitzen
  • Schaftlängen
  • Flightformen

Einige spielen sehr leichte Darts, andere deutlich schwerere Modelle.

Deshalb gilt:

Der Dart eines Profis ist nicht automatisch der beste Dart für Sie.

Player-Darts sind dennoch interessant, wenn deren Form und technische Eigenschaften zu Ihrem eigenen Wurfstil passen.

Steeldart richtig auswählen

Beim Vergleich verschiedener Steeldarts sollten Sie insbesondere folgende Eigenschaften beachten:

Eigenschaft Bedeutung
Gewicht beeinflusst Wurfgefühl und Beschleunigung
Tungsten-Anteil ermöglicht schlankere Barrels
Barrelform beeinflusst Griff und Balance
Länge bestimmt mögliche Griffpositionen
Durchmesser beeinflusst Griffgefühl und Gruppierung
Grip bestimmt Halt und Release
Balance front-, mittel- oder hecklastig
Spitze beeinflusst Boardhalt und Setup
Schaft verändert Balance und Flugverhalten
Flight beeinflusst Stabilität und Flugbahn

Nicht eine einzelne Eigenschaft entscheidet über einen guten Dart.

Erst das Zusammenspiel des gesamten Setups bestimmt, wie sich der Dart tatsächlich spielt.

Steeldarts richtig testen

Wenn Sie Ihr Setup optimieren möchten, sollten Sie möglichst immer nur eine Komponente verändern.

Beispielsweise:

Gleicher Barrel + gleicher Flight + andere Schaftlänge

Spielen Sie diese Kombination einige Zeit und vergleichen Sie anschließend das Ergebnis.

Danach kann beispielsweise die Flightform verändert werden.

Wer gleichzeitig Spitze, Schaft und Flight austauscht, kann nur schwer beurteilen, welche Änderung tatsächlich für das veränderte Flugverhalten verantwortlich ist.

Häufige Fragen zu Steeldarts

Welche Steeldarts sind die besten?

Es gibt keinen universell besten Steeldart. Gewicht, Barrelform, Grip und Balance müssen zum persönlichen Wurfstil passen.

Welches Gewicht eignet sich für Anfänger?

Ein Bereich von ungefähr 22 bis 24 Gramm ist für viele Einsteiger ein guter Ausgangspunkt. Besonders 23 Gramm liegt in einem sehr beliebten mittleren Bereich.

Sind 90 % Tungsten gut?

Ja. 90-%-Tungsten ist bei hochwertigen Steeldarts sehr verbreitet und ermöglicht schlanke Barrels bei gleichzeitig hoher Haltbarkeit.

Sind 95 % Tungsten besser als 90 %?

Nicht automatisch. Ein höherer Tungsten-Anteil ermöglicht grundsätzlich eine kompaktere Bauweise. Entscheidend für das Spielgefühl sind jedoch Barrelform, Grip, Balance und Abmessungen.

Welche Barrelform eignet sich für Anfänger?

Ein gerades, mittig ausbalanciertes Barrel mit mittlerem Grip ist für viele Anfänger ein guter Ausgangspunkt.

Was ist Swiss Point?

Swiss Point ist das Wechselspitzen-System von Target. Bei dafür vorgesehenen Barrels können die Spitzen mit einem speziellen Werkzeug schnell heraus- und eingeschraubt werden.

Kann ich jede Steeldartspitze in jeden Dart einsetzen?

Nein. Klassische Pressfit-Spitzen und die verschiedenen Wechselspitzen-Systeme unterscheiden sich deutlich. Systeme wie Swiss Point, CP Points oder Quick Point benötigen jeweils kompatible Barrels beziehungsweise Aufnahmen.

Kann ich einen normalen Steeldart auf Wechselspitzen umrüsten?

Mit dem Caliburn EVO System können geeignete klassische Steeldart-Barrels durch das Einpressen der entsprechenden Aufnahme auf ein Wechselspitzen-System umgerüstet werden.

Wie oft sollte ich Steeldartspitzen wechseln?

Es gibt keinen festen Zeitraum. Ein Wechsel ist sinnvoll, wenn Spitzen beschädigt, stark abgenutzt oder für das gewünschte Setup ungeeignet sind.

Welche Flights eignen sich für Steeldarts?

Standard No.2 ist ein sehr guter Ausgangspunkt. Kleinere Flights wie No.6 oder Slim verändern Luftwiderstand und Flugverhalten und können je nach Wurfstil besser funktionieren.

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